Heute – am 1. April – reisen wir weiter nach Kirkenes. Wir wollen den Øvre-Pasvik-Nationalpark erkunden. Dieser liegt auf norwegischem Gebiet, zwischen Finnland und Russland und südlich von Kirkenes.
Wir haben herausgefunden, dass es nach der finnischen Grenze, also in Norwegen eine ‘Strasse’ ÜBER den Grenzfluss Tana gibt.
Das müssen wir unbedingt nutzen. Ein bisschen kribblig ist uns schon.
Am Morgen schneit es. Der Wetterbericht meldet jedoch schönes Wetter für Kirkenes. Die Norweger fahren oft grosse leistungsfähige ‘teure’ Autos, meist mit Anhänger und einer zusätzlichen Beleuchtung, die in der Schweiz sicher nicht zugelassen wäre. Bedenkt man, wieviele sonnenlose Tage Nordnorwegen hat und wie kurz die Tage davor und danach sind, geht das durchaus in Ordnung. Die Elche und die anderen freilaufenden Tiere können so besser gesehen werden. Bei unwegsamem Gelände und tiefem Schnee, benutzen die Tiere im Winter oft die Strasse als Pfad und können so besser gesehen werden.
Unser Weg führt von Nuorgam (FIN) nach Tana bru (NOR) über die Brücke an den Varangerfjord nach Varangerbotn und diesmal nicht am nördlich, sondern am südlichen Ufer des Fjords entlang, auf der E 6 nach Neiden, Kirkenes (NOR).
Bei Grandvik mit Blick auf den Varangerfjord.
An den Hängen vor Bugøyfjord kämpfen sich Rentiere durch den Schnee.
Die norwegische Kapelle in Neiden, die 1902 als Grenzmarkierung zu Finnland erbaut wurde.
50 km westlich von Kirkenes und direkt an der norwegisch-finnischen Grenze liegt das kleine Dorf Neiden. Wir kennen es von einer früheren Lapplandreise und suchen leider vergeblich unser damaliges schönes Cabin, in dem wir gewohnt haben (http://www.neidenelven.no/).
Neiden wird hauptsächlich von Skolt-Sami bewohnt und ist berühmt für seinen Lachsfluss Neidenelv.
Nach Neiden ist dann auch fertig mit Fotografieren.
Bald erreichen wir das Tagesziel Kirkenes.
Nach einem unglaublich miesen Mittagessen in Kirkenes in der Pizzeria Siciliana (dem einzigen Lokal, das geöffnet hatte), machen wir noch einen Ausflug Richtung Russland.
Storskog, der offizielle Grenzübergang zu Russland.
Die Fjorde sind nur noch teilweise zugefroren.
Kirkenes
Die zwischen zwei Zeitzonen (Helsinki und Moskau) liegende Stadt ist das Zentrum der Gemeinde Sør-Varanger. Die kleine Stadt an der Barentssee befindet sich zehn Kilometer westlich von Russland und 35 Kilometer nördlich von Finnland am westlichen Fjord des sibirischen Taiga-Gürtels am Rande der baumlosen Tundra. Sie hat heute ca. 7000 Einwohner und bestand am Anfang des 20. Jahrhunderts nur aus ein paar Häusern, einer Kirche (kirke) und einer Landzunge (nes). Im Winter müssen Fjord und Hafen oft von Eis befreit werden. Bis Mitte der 1990er Jahre lebten die Einwohner von grossen Eisenerzvorkommen der Umgebung. Klima: In Kirkenes dauert die Polarnacht vom 27. November bis zum 16. Januar. Die Sonne kommt nicht über den Horizont und es ist jeweils nur ein paar Stunden hell am Tag.
Ausblick vom Parkplatz von unserm Hotel. Die Rettung, feines Essen – endlich, alles ist perfekt – unpersönlich. Das schöne Thon Hotel Kirkenes.
