Wieder ein wunderschöner Tag bei -8°.
Über Ostern haben wir in einem Feriendorf in Nuorgam (Dorf der glücklichen Menschen) gebucht (http://www.nuorgaminlomakeskus.fi/index.php/de/). Wir wussten nicht, ob über Ostern vielleicht schon alles besetzt ist – wie sich herausstellte war das Gegenteil – der Fall – alles leer. Buchen in der Pampa wäre unmöglich gewesen.
Nuorgam ist das nördlichste Dorf von Finnland und gleichzeitig von der EU. In Nuorgam dauert die Polarnacht 51 Tage. Der Nationalfeiertag der Saami, der Haptbevölkerung ist am 6. Februar, wenn sich die Sonne nach der dunklen Polarnacht wieder zeigt.
Die Strasse nach Nuorgam führt über Utsjoki, am Kevo-Naturpark vorbei…
…und ich sehe – zum ersten mal, bei unserer dritten Lapplandreise – einen wild lebenden Elch. Ich bin ganz kribblig und meine Fotos sind leider dementsprechend schlecht, so begeistert sind wir.
Unser Mietauto und Sicht auf die Strasse. Das Fahren ist kein Problem, die Pneus sind mit Spikes bestückt.
“Eingang” zum 712 Quadratkilometer grossen Kevo-Naturschutzreservat. Leider ist dieses nur im Sommer zugänglich.
Die vergletscherte Klippe Kenespahta am Kevo-Canon.
Dieses Rentier ist nicht frei, sondern mit einem Glöggli ausgestattet.
Die Tiere müssen tief graben um an ihre Nahrung, die Flechte zu kommen. Der Schnee ist aber sehr leicht und extrem pulvrig, so dass das Graben wohl gelingt, wenn man sich gleich ins gegrabene Loch begibt, um den nachfallenden Schnee zu verhindern.
In Utsjoki angekommen, müssen wir enttäuscht feststellen, dass kein einziges Restaurant geöffnet hat, es ist Karfreitag und keine Menschenseele zu sehen. Es wird nichts mit Mittagessen. So reisen wir weiter Richtung Nuorgam. Wir haben Zeit, noch einen Abstecher auf die Hochebene zu machen.
Wir treffen auf eine grosse Anlage für die Rentierscheidung, wo grad ein Jungtier eingefangen und mit dem Skidoo zur Herde zurückgeführt wurde.
Die Rentierherde sind hier nicht freilebend und werden gefüttert.
Da wir auch in Nuorgam weder ein offenes Restaurant noch ein geöffnetes Geschäft finden suchen wir weiter im nahen Norwegen. Wir fahren in die nächste grössere Ortschaft, die wir von einer letzten Reise kennen, nach Tana bru. Hier finden wir eine offene Tankstelle für Auto und Mensch – nicht nur die Bedienung ist genervt.
Zurück in der EU – in Nuorgam erkunden wir die zugefrorene Tana. Wir suchen einen dunklen Platz, denn heute Nacht sind Nordlichter angesagt.
Um bald 22 Uhr frierend aber glücklich bestaunen wir die Nordlichter.


