Heute geht unsere Reise zurück nach Finnland, nach Inari. Erst möchten wir aber noch die Ankunft des Hurtigrutenschiffes miterleben. Kirkenes ist der Wendepunkt auf der klassischen 12-tägigen Seereise. (In einer früheren Reise (2004) sind wir die Etappen von Honningsvåg/Kjøllefjord/Mehamn bis Berlevåg mitgefahren). Wir fahren zum Hafen, suchen ein geeignetes Plätzli und beobachten erstmal den kleinen Eisbrecher. Die Temperatur ist nachts noch bei -10°C, sie sollte während dem heutigen Tag über den 0-Punkt steigen.
Der kleine Eisbrecher fährt in einer Schneise das dünne Eis kaputt…
…bevor pünktlich das Postschiff auftaucht.
Auch das Schneehotel in Kirkenes möchten wir uns nicht entgehen lassen. Nur schauen – nicht übernachten. Es ist abgesperrt, bewacht und kostet Eintritt.
Ein paar ganz hübsche Zimmer. Dieses Jahr war das Designthema “Gnome”, sagt uns der Wärter.
Die Skulpturen wurden mehrheitlich von chinesischen Eiskünstlern geschnitzt.
Der rührige Wärter erzählt weiter, dass sie für den Hotelbau jeweils Hilfe aus Finnland holen, die Finnen sind geübt Schneebauer.
Für den Bau im November musste mit Schnee aus Schneekanonen nachgeholfen werden. Die Schneetiefe betrug damals cirka 2 Zentimeter.
Der Unterbau des Hotels besteht aus einem Ballon und die Zimmer sind mit Tunnelelementen abgestützt. Das Hotel hat 40 Zimmer, eine Bar und eine Kapelle.
Das weisse Ren ist hier für die Besucher.
Das Grenzlandmuseum in Kirkenes.
Im Zweiten Weltkrieg war Kirkenes Basis der deutschen Wehrmacht. Von hier starteten Angriffe auf den russischen Versorgungshafen Murmansk, nur wenige Kilometer hinter der Grenze gelegen. Murmansk war der wichtigste Versorgungshafen für das westliche Russland. Nahrungsmittel und Kriegsmaterial aus Amerika und England wurden über Murmansk nach Moskau transportiert. Die Stadt wurde bei rund 300 Bombenangriffen fast völlig zerstört. Das Grenzlandmuseum erzählt von den Kriegsjahren und von den Arbeiten in den Eisenerzgruben. Ganz niedergeschlagen von dem vielen Elend der Einwohner wegen den schlimmen Kriegen um die Eroberung des Hafens bei Kirkenes, fahren wir weiter.
Rückfahrt über Neiden Richtung Finnland.
Auch Schneemobile können steckenbleiben.
Der Fluss Neidenelva hat hier viele Stromschnellen, welche schöne Eisgebilde erstellen.
Der Fluss ist bekannt für seinen Fischreichtum besonders Lachs. Dieser kann hier mit einer Lizenz geangelt werden.
In Neiden biegen wir von der E 6 in die 893 und bald kommt die Grenztafel zu Finnland. Die Temperatur ist erstmals über 0 Grad. Die Strassen sind angetaut. Es ist schliefrig und nass. Nicht auszudenken wie die Strassenverhältnisse sind, wenn aller Schnee schmilzt.
Die Rentiere, die bereits markiert und registriert sind.
Wir sind im Gebiet der Skolt Sami…
…und freuen uns über das wiederum herrliche Wetter.
Gebucht haben diesmal im Hotel Kultahovi in Inari, mit Sauna. Es ist eines der ältesten Hotels in Lappland und schon seit Generationen im Besitz von Sami. Wir sind begeistert.


