Wieder bei schönstem Wetter, führt uns der heutige Ausflug von Inari auf der 9553 am Vaskojoki entlang nach Angeli (FIN), dann nördlich am Inarijoki an der finnisch-norwegischen Grenze entlang (9704) nach Karigasniemi (FIN), und Karajok (NOR). Die Rückfahrt planen wir über die Strasse 92 wieder auf der E 4 nach Inari.
Die Eisdecke des Juutua-Flusses ist am Schmelzen.
In diesem Teil des Hotels Kultahovi in Inari wohnten wir. Wir würden jederzeit wieder hier buchen.
Die beiden Sami, die die Pferdefarm betreiben, die noch immer ohne Strom und fliessendem Wasser ist, betreiben auch ein hübsches Gästehaus mit einem Kunstladen (http://www.villalanca.com/).
Die Strasse nach Angeli führt an der nördlichen Grenze des Lemmenjoki Nationalpark vorbei (gestern waren wir am östlichen Eingang). Dieser Nationalpark ist sehr gross und seine ursprüngliche, unberührte Natur ist besonders bei Trekking-Touristen beliebt. Er ist nicht durch Strassen erschlossen und muss erwandert werden, er hat kein Winterangebot. Der Park ist von Elchen, halbdomestizierten Rentieren, Adlern und Braunbären bewohnt. In manchen Gebieten des Lemmenjoki Nationalparks wird heute noch in geringem Umfang Gold geschürft. Touristen dürfen aber nur zuschauen.
Diese Rentiere sind aber eingesperrt.
Die Flechten müssen tief im Schnee ausgebuddelt werden.
Das Eis sitzt so fest wie Beton. Wenn das mal nicht schiefgeht.
Zurück im Hotel, beobachten wir noch die Grünfinken auf einem Inari-Rundgang.
Bald müssen wir ans Packen denken, denn morgen früh geht es los zum Flughafen Ivalo, wo unser Finnair-Flug via Helsinki wartet.
Das ist nicht unser Flugzeug ;-).
Schlusswort: Wir reisen wieder nach Lappland, aber eher zu einer anderen Jahreszeit. Unsere Reise war zwischen echtem Winter und Frühling. Ein wichtiger Reisegrund war das bestaunen von Nordlichter. Dazu war es in der zweiten Ferienhälfte aber schon zu hell. Wie schon erwähnt, werden wir beim nächsten Mal die astronomische Dämmerung beachten. Andere – uns wichtige Motive für unsere Reisen in den Norden sind die Stille, die Einsamkeit, und vor allem die Natur, die für uns so ursprünglich scheint mit den wildlebenden Tieren. Schaue ich über Schweiz aus dem Flugzeug, so sehe ich fast keinen Meter Land, das nicht kultiviert und mit Grenzen eingeteilt ist, das gibt es im Norden nicht. Dann sind uns die nordischen Leute sehr sympatisch. Sie scheren sich um Touristen wenn es ihnen passt. Der Profit scheint nicht an erster Stelle zu stehen. Weiter das Wetter, wir hatten megaschönes Wetter. Kaum daheim – Hochnebel, wie eng alles ist. Was uns auch treibt, ist das Interesse am ‘gewöhnlichen’ Leben der Einwohner hier oben, das möchten wir bisschen miterleben. Es ist uns auch ein Anliegen, uns diese Gebiete ohne Touristenattraktionen zu erschliessen. Etwas mehr Kontakt mit den Einheimischen fehlt noch, aber auch da machen wir Fortschritte. Die Jungen machen das super mit https://www.couchsurfing.org/n/about. Das kann ich an dieser Stelle nur unterstützen.
