Ausflug in den Øvre-Pasvik-Nationalpark

Heute ist der Himmel bewölkt. Die Temperatur ist auf -2°C gestiegen und schon fast angenehm.

0901-D7K_4251Ausblick aus unserem Hotelzimmer auf das leicht zugefrorene Meer im Hafen von Kirkenes.

0907-D7K_4255Nach dem superfeinen Frühstück im unpersönlichen perfekten Konferenzhotel Thon, machen wir uns auf, Richtung Naturpark Øvre-Pasvik. Wir wissen nicht was uns erwartet. Bisher konnten wir uns nicht auch die Wegweiser und Ausschilderungen verlassen. Oft standen wir unerwartet vor einer geschlossenen Strasse mit gesenktem Schlagbaum. Wir hoffen natürlich auf das Beobachten und fotografieren von ein paar wild lebenden Tieren – Naturpark eben.

Der Øvre-Pasvik-Nationalpark

Der 67 km² grosse Øvre-Pasvik ist ein norwegischer Nationalpark in der Gemeinde Sør-Varanger, in der Provinz Finnmark. Er wurde 1970 gegründet und 2003 erweitert und umfasst heute ein geschütztes Gebiet von 119 km².

mapPasvikEine einzige Strasse, die 885 führt in den Nationalpark, der einklemmt zwischen Finnland und Russland liegt. Sie beginnt südlich von Kirkenes und führt zunächst nach Björnevatn an den hohen Abraumhalden des Eisenerzabbaus vorbei und weiter am Grenzfluss Pasvik entlang.

Um vom Nationalpark nach Finnland zu gelangen, muss der Umweg zurück über die Strasse 885/E 6, durch das Gemeindegebiet Sør-Varanger genommen werden. Es gibt vor Neiden keinen Grenzübergang Norwegen-Finnland.

1308-D8E_2775Die unterste Spitze, im Dreiländereck gilt als Nationalpark. In der Mitte an der russischen Grenze befindet sich das Pasvik-Naturreservat. Der Nationalpark bildet einen Ausläufer der sibirischen Taiga. Ein Viertel des Parks besteht aus Wasser. Der Rest ist hauptsächlich Kiefernwald und wenige kleine Birken.

Die Tierwelt ist vielfältig mit typischen Einschlägen aus der Taiga, wie beispielsweise die Füchse, Hasen, Eichhörnchen und seltene Waldlemminge. Das Pasviktal weist  Norwegens dichteste Bärenpopulation auf. Des Weiteren streifen Wölfe, Luchse und Vielfrasse durch den Park. Besondere Brutvogelarten sind der Singschwan, der Seidenschwanz und der Bartkauz. (Quelle Dumont: Nordskandinavien).

1025-D8E_2759Mitten im Tal, bei Svanvik stossen wir auf das Forschungszentrum Bioforsk. Wir schauen uns die interessante Ausstellung an, trinken Kaffee und hören einer deutschen Astronomiegruppe zu, die hier anlässlich eines Nordlichtkongresses auf dem Dach in der Nacht die Nordlichter studiert. (http://www.bioforsk.no/ikbViewer/page/forside).

1026-D8E_2760Das Bioforsk Forschungszentrum mit Ausstellung und Forschungsstation. Es bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten mit Sauna an. Das Zentrum untersucht die hiesige Flora und Fauna.

1027-D7K_4265Ein Birkenzeisig (danke F. für die Recherche)…

1028-D8E_2762…und was sonst noch so fliegt

1126-D7K_4286Auch Spatzen gibt es im hohen Norden…

1126-D7K_4287…ebenso wie Kohlmeisen…

1126-D7K_4289…und hübsche Grünfinken.

1305-D7K_4296Leider ist der Nationalpark nur mit Langlaufskiern oder einem Schneemobil erkundbar. Wir müssen im Sommer nochmals zurückkommen. (Zum Beispiel nach hier http://birkhusky.no/the-pasvik-valley-a-bird-watchers-paradise-2/?lang=de)

1518-D7K_4303Ein Wachturm auf der russischen Seite des Pavikflusses.

1523-D7K_4305Nikel (RUS) baut – wie der Name sagt – Nickel ab.

1559-D7K_4321So tief liegt noch Schnee.

1624-D7K_4330Nochmals ein Blick auf die russische Seite.

1655-D8E_2792Der teilweise zugefrorene Pasvikfluss.

1700-D7K_4334In den Gruben von Bjørnevatn wird wieder geschürft.

1712-D7K_4338Die Bushaltestelle von Bjørnevatn.

1810-D7K_4345Zurück im Hotel. Das Meer am Hafen ist eine Eisdecke geworden und bietet schöne Lichtspiegelungen.

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